Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Indien zwischen Wachstum und Ungleichheit
Zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit richtet sich unser Blick auf Indien – ein Land mit beeindruckender wirtschaftlicher Dynamik und zugleich tiefen sozialen Gegensätzen. Indien zählt heute zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt und hat sich zu einem wichtigen Standort für IT, Industrie und globale Dienstleistungen entwickelt. Gleichzeitig wächst auch der Reichtum einer kleinen Elite stark: Die Zahl der Millionäre und Milliardärinnen steigt kontinuierlich.

Ein Wachstum, das nicht alle erreicht

Dem wirtschaftlichen Wachstum stehen harte soziale Realitäten gegenüber. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt weiterhin in Armut oder arbeitet in unsicheren Arbeitsverhältnissen, ohne feste Einkommen oder soziale Absicherung.

Besonders in ländlichen Regionen, aber auch in den Randgebieten der Großstädte, fehlt es vielen Menschen an verlässlichem Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und grundlegender Infrastruktur. Soziale Herkunft, Wohnort und Einkommen entscheiden maßgeblich über Lebenschancen – und verfestigen Ungleichheiten über Generationen hinweg.

Der Welttag der sozialen Gerechtigkeit erinnert daran, dass wirtschaftlicher Erfolg nur dann nachhaltig ist, wenn er allen zugutekommt. Indien verdeutlicht eindrücklich, wie eng Fortschritt und Ungleichheit nebeneinander existieren können – und wie wichtig es ist, Entwicklung ganzheitlich zu denken: als Zusammenspiel von wirtschaftlichem Wachstum, sozialer Teilhabe und fairen Chancen für alle.


