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Sehtests in Palmasola: Bericht aus Boliviens größter Gefängnisstadt

Palmasola liegt rund 10 Kilometer südlich des Stadtzentrums von Santa Cruz de la Sierra in Bolivien. Die Anlage gilt als „Gefängnisstadt“: Hinter den Mauern existiert ein eigener Alltag mit internen Strukturen und einer deutlichen Trennung der Bereiche (u. a. Männer-/Frauenbereiche sowie Hochsicherheitsbereiche). Viele Menschen warten teils lange auf ein Gerichtsverfahren.

In dieser besonderen Umgebung hat unser bolivianischer Projektpartner Lentes al Instante/GoodVision Bolivia eine Augenkampagne umgesetzt. Ziel war es, Menschen, die im Gefängnis leben, einen Sehtest zu ermöglichen und bei Bedarf mit Brillen zu versorgen.

Ein hoher, grauer Gefängniszaun mit einem Wachturm und Müll auf dem Boden im Vordergrund.

Palmasola: Ein Ort mit eigener Ordnung

Blick auf einen Innenhof mit Bänken, Tischen und einem Gebäude im Hintergrund, durch ein Gitterfenster.
© EinDollarBrille

Wege führen durch enge, stark frequentierte Gassen – ein Hinweis darauf, dass einzelne Bereiche für deutlich weniger Menschen geplant waren.

Ein sonniger Platz mit Bänken, Bäumen und mehreren Personen, die an Tischen sitzen.
© EinDollarBrille

Gleichzeitig ist Palmasola eine Parallelwelt mit informeller Infrastruktur: In einzelnen Bereichen gibt es Werkstätten, kleine Läden und weitere Angebote – allerdings nicht für alle gleichermaßen. Auch innerhalb der Mauern zeigt sich soziale Ungleichheit.

Ein schmaler Weg zwischen einem hohen Mauer und Häusern mit Bäumen und Büschen, darunter ein roter Briefkasten.
© EinDollarBrille

Im Inneren wird die Ordnung nicht in allen Bereichen durch klassisches Wachpersonal geprägt. Stattdessen existieren interne Strukturen, die Besucher:innen begleiten und Abläufe regeln.

Blick auf einen Innenhof mit Bänken, Tischen und einem Gebäude im Hintergrund, durch ein Gitterfenster.
© EinDollarBrille

Wege führen durch enge, stark frequentierte Gassen – ein Hinweis darauf, dass einzelne Bereiche für deutlich weniger Menschen geplant waren.

Ein sonniger Platz mit Bänken, Bäumen und mehreren Personen, die an Tischen sitzen.
© EinDollarBrille

Gleichzeitig ist Palmasola eine Parallelwelt mit informeller Infrastruktur: In einzelnen Bereichen gibt es Werkstätten, kleine Läden und weitere Angebote – allerdings nicht für alle gleichermaßen. Auch innerhalb der Mauern zeigt sich soziale Ungleichheit.

Ein schmaler Weg zwischen einem hohen Mauer und Häusern mit Bäumen und Büschen, darunter ein roter Briefkasten.
© EinDollarBrille

Im Inneren wird die Ordnung nicht in allen Bereichen durch klassisches Wachpersonal geprägt. Stattdessen existieren interne Strukturen, die Besucher:innen begleiten und Abläufe regeln.

Blick auf einen Innenhof mit Bänken, Tischen und einem Gebäude im Hintergrund, durch ein Gitterfenster.
© EinDollarBrille

Wege führen durch enge, stark frequentierte Gassen – ein Hinweis darauf, dass einzelne Bereiche für deutlich weniger Menschen geplant waren.

Die Augenkampagne: Sehtests unter besonderen Bedingungen

Der Zugang erfolgt über mehrere Kontrollpunkte. Vor Ort werden die Sehtests in einem abgetrennten Bereich durchgeführt. Schon vor Beginn warten zahlreiche Menschen. Das Team arbeitet wie bei anderen Kampagnen zügig und strukturiert.

Ergebnis des Tages: Das Team untersucht mehr als 100 Personen und gibt einige Brillen aus. Viele der untersuchten Männer sind älter und benötigten vor allem Lesebrillen. Die Brillen werden im Rahmen der Aktion kostenlos abgegeben.

Ein Mann winkt an einem Tisch voller Holzschnitzereien und Schachfiguren. Im Hintergrund sind weitere Werkzeuge sichtbar.

Harold (51) hat das Schreinerhandwerk im Gefängnis gelernt. Im Rahmen der Kampagne erhält er eine Brille. Damit kann er seine Arbeit präziser und sicherer ausüben – ein praktischer Effekt, der im Alltag sofort spürbar ist.

Porträt Antje Christ
Ich habe schon einige bedrückende Orte auf der Welt gesehen, an denen Hoffnungslosigkeit regiert – die Gefängnisstadt Palmasola in Bolivien ist einer davon.
Antje Christ, Globale Netzwerkarbeit und Koordinatorin Asien, externe Beraterin

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