Simon Ansel
Simon Ansel | © Martin Aufmuth

Simon Ansel

Ich liebe Herausforderungen. Die Vorstellung, mit einer technisch hochversierten und dennoch mithilfe weniger Mittel herstellbaren Sehhilfe mindestens 700 Millionen Menschen auf dieser Erde eine verbesserte Sehleistung zu ermöglichen, elektrisierte mich den ersten Moment, als ich vor drei Jahren von der EinDollarBrille hörte.

So entschied ich mich nach meinem Masterstudium in International Business an der Universität Tübingen, der University of Cape Town in Südafrika sowie der University of Ghana in Accra, bei der EinDollarBrille einzusteigen und anderen mit Sicherheit minder spannenden Jobs in Deutschland den Rücken zu kehren. Meine erste Station als Landeskoordinator der EinDollarBrille führte mich im April 2016 nach Malawi, wo ich seitdem zusammen mit unserem lokalen Landesdirektor das Unternehmen koordiniere und leite.

Wenn ich die erfolgreichen Unternehmer*innen dieser Erde fragen würde, was sie als die größte unternehmerische Herausforderung dieser Zeit empfinden, würde das Sozialunternehmertum sicherlich weit oben in der Liste genannt werden. Wir arbeiten hier in Malawi an viel mehr als einer Brille für Teile der Bevölkerung, die von weniger als einem Dollar am Tag leben müssen. Wir arbeiten an einem Konzept, das die herkömmliche Entwicklungshilfe reformieren könnte. Genau das spornt mich täglich an und lässt mich Herausforderungen als Chancen sehen.