Max Steiner
Max Steiner | © Martin Aufmuth

Max Steiner

Nach engagierten Unternehmerjahren in der Schweiz und Deutschland, gründete ich im Jahre 2000 eine soziale Jugend-Stiftung in Bolivien, dem Herkunftsland meiner Frau Martha, heute meine zweite Heimat. HI-Bolivia betreibt das nationale Jugendherbergswerk, bietet Spanischkurse und organisiert Abenteurreisen in den Anden. All dies für bald 1000 Freiwillige, welche sich in den letzen 15 Jahren in den vielen Sozialprojekten der Stiftung engagierten und immer weiter einbringen. Waren es anfänglich vor allem Kinderhorte auf dem Land, erweiterte HIB bald auch seine Hilfen im Gesundheitsbereich, so in der Zahnprävention, -fluorisation und mobilen Konsultationen in abgelegenen Berggebieten bis 4000m hoch auf die Sonneninsel draussen im Titicacasee.

Im Studienaustausch mit dem Institut für Geograpie der Uni Erlangen stieß ich dann Ende 2012 auf die so einleuchtende Brillenhilfe von Martin Aufmuth. Genau diese Lücke wollte ich daraufhin auch in Bolivien schließen und den sicher weit über 150.000 Einheimischen mit ungenügendem Sehvermögen mit bezahlbaren Brillen neue Lebenschancen ermöglichen. Ganz fasziniert ob der Herstellung bat ich das EDB -Team, lokale Produzenten auszubilden, welche in diesem Jahr rund 15.000 Gestelle herstellen und sich so selbst ein Einkommen schaffen können, das vorher einfach nicht da war.

Wie befriedigend ist es heute für mich, daran zu denken, dass es 2017 das Ziel der Kampagnen von „LENTES AL INSTANTE“ (EDB auf Spanisch) sein wird, etwa 20.000 Sehtests an Orten durchzuführen, wo man noch nie einen Augenarzt gesehen hat.

Sehr ehrenvoll empfand ich dann meine Berufung zum OneDollarGlasses-Koordinator von Süd- und Mittelamerika, um einerseits die gestarteten ODG-Partnerstrukturen in Mexico und Brasilien zu stärken und anderseits dieses so wertvolle Sozialprojekt auch auf andere Andenstaaten, wie Peru, Kolumbien und später Ecuador auszuweiten. 2020 wollen wir zusammen engagiert auf diesem Kontinent jährlich rund 50.000 EDB-Brillen zu dann glücklichen, denn endlich besser sehenden bedürftigen Menschen bringen.