Anja Haverkock
Anja Haverkock | © Haverkock

Anja Haverkock

Mein Fernweh hat mich nach Sierra Leone geführt, nach Südafrika, Tansania und Äthiopien und… nach Erlangen – auf das Fernwehfestival! Und da bin ich hängen geblieben, an der EinDollarBrille! Eine Brille aus Materialien für unter einem Dollar, maßgeschneidert für den Kunden und vollkommen stromunabhängig gefertigt und das in einer High-Tech-Optiker-Werkstatt, die in eine tragbare Holzbox von der Größe einer Hutschachtel passt?!

Ich bin begeistert vom Produkt. Aber wie soll diese Brille zum Kunden finden? Indem sie unmittelbar vor Ort von einheimischen, ausgebildeten EinDollarBrille-Optikern hergestellt wird! Developed in Germany. Made in Ruanda, Uganda, Bolivien etc. Nicht als „milde Gabe“ verschenkt, um Abhängigkeiten zu schaffen, sondern zu lokal erschwinglichen Preisen verkauft, über ein Vertriebskonzept, das darauf baut, sozialen Unternehmergeist zu wecken und Menschen zu befähigen selbst tätig zu werden?

Ich bin überzeugt vom Konzept. Aber wer schlägt Gewinn daraus? Millionen von Menschen, die endlich nicht mehr benachteiligt werden durch ihre einfache Fehlsichtigkeit! Und einheimische EinDollarBrille-Optiker, die eine Existenz darauf aufbauen! Denn anstatt sich die EinDollarBrille patentieren zu lassen, um daraus maximalen Profit zu ziehen, entscheidet der Urheber sich dafür, eine Non-Profit-Organisation zu gründen und seine Entwicklung jedem frei zugänglich zu machen, um mit vollem Einsatz gegen einen ungerechten Missstand in der Welt anzugehen.

Ich bin bewegt vom Leitgedanken! Deshalb setze ich mich ein für die EinDollarBrille. Und deshalb freue ich mich, Teil dieses fantastischen Projekts zu sein und es vor allem voranzutreiben im Bereich Werbung und Kommunikation.