Traingsstart
Pherouse beim Training | © Marianne Dötzer, 2014

Traingsstart

Am nächsten Tag ging es aber zackig los. Die Schwester Oberin Odile hatte in der von ihr geleiteten Krankenstation zwei Räume für die Unterbringung der „Lehrlinge“ und einen großen Pavillon für das Training zur Verfügung gestellt. Sie stellte uns eine Frau zur Seite, die gegen Bezahlung einkaufte und für die zehn Trainees drei Mahlzeiten am Tag kochte.

Sprachlich gab es ein paar Probleme, die aber schnell gelöst wurden. (Wenn nur alle Probleme in Benin so leicht zu lösen wären.) Nachdem Pherouse in Ruanda erfahren hatte, dass in Benin Französisch gesprochen wird, machte er dort einen achtwöchigen Crashkurs. Anfangs konnten ihn die Trainees fast nicht verstehen, aber Afrikaner sind einfach Sprachgenies. Selbst die, die kein Französisch sprachen, konnten dem Kurs folgen. Es gab immer jemand, der übersetzte, was oft zu Missverständnissen führte und brüllendes Gelächter auslöste.

Das Einzige, was Pherouse wirklich zu schaffen machte, man glaubt es nicht, war die Hitze! Er stammt aus dem Hochland Ostafrikas, aus den Virunga Bergen, dort ist es kühler. In Ouidah, unserem Trainingsort, waren es 34 bis 36 Grad. Alle genossen es, wenn vom Meer ein „kühler“ Wind wehte.